Seit über 32 Jahren gehört der Dreiländergiro zu einem absoluten Highlight im europäischen Radsport. Die Strecken führen 120 KM durch drei Länder und auf knapp 3.000 Panorama-Höhenmeter - ein wahres Paradies für Bergliebhaber.
Das Rennen fühlte sich für Meli von Beginn richtig gut an. Nach dem zügigen Anstieg zum Reschensee und der turbulenten Abfahrt nach Prad war sie froh, am Stilfserjoch ihren eigenen Rhythmus fahren zu können. Dort konnte sie sogar die führende Frau der langen Strecke überholen und fuhr gleichzeitig die schnellste Zeit aller Teilnehmerinnen. Nach den 23,6 Kilometern und 1.840 Höhenmetern über 48 Kehren am Stilfserjoch ging es hinunter zum Umbrailpass und weiter nach Santa Maria. Dort wurde Meli bestens verpflegt und sammelte die letzten Reserven für das verbleibende Renndrittel. Ab diesem Zeitpunkt war Meli leider größtenteils alleine unterwegs, da die Fahrer vor ihr vermutlich bereits auf die lange Strecke abgebogen waren. Sie versuchte, die flachen Passagen so schnell wie möglich zu fahren und freute sich auf den Gegenanstieg zurück zum Reschensee. Dort fand sie erneut einen richtig guten Rhythmus und die Beine waren immer noch super. Nach dem Reschensee hieß es nur noch: solo bis ins Ziel kämpfen. Und genau das wurde mit dem Sieg auf der Vinschgau-Strecke belohnt.
Meli konnte mit einer Zeit von 4:09:41 den 1. Platz AK weiblich erreichen.
Andreas ist mit ein paar Rennradkollegen aus dem Walgau am Start gestanden. Der Startblock 4 war rückblickend zu langsam, ihre Gruppe hatte auf der ganzen Strecke Überholungen zu bewältigen und musste ihre eigene Gruppe sein hinsichtlich Windschatten, Tempo, etc. Das Wetter war ideal, trocken, am Morgen kühl, am Mittag heiß, aber erträglich. Die Ernährung hat perfekt funktioniert, die Labestationen waren genau richtig positioniert und wurden von ihnen nur in Trafoi und am Stelvio in Anspruch genommen. Ihr Tempo konnten die Gruppe bis zum Schluss konstant halten. Die Zeit nur knapp über 4 h 45 nach Überquerung der Startlinie hatten sie sich nicht zu erhoffen gewagt, das Ziel war es, unter 5 Stunden zu bleiben.
Andreas belegte den 52. Platz AK von 320 TN mit einer Zeit von 4:58:44 und gesamt wurde es der 194. Platz von 1451 TN. Andreas ist mit seiner Leistung sehr zufrieden.
Herzliche Gratulation zur beeindruckenden Leistung.



